Einmal durch den Wahlkreis – Auf meiner Sommertour 2017

Zuhören und Handeln

Auch 2017 nutzte ich die sitzungsfreie Zeit im Deutschen Bundestag für Besuche und Gespräche mit verschiedenen Institutionen in meinem Wahlkreis. Meine diesjährige Sommertour stand ganz unter dem Motto Zuhören und Handeln!

Zuhören und Handeln, das waren die Koordinaten, an denen ich mein politisches Handeln als Mitglied des Deutschen Bundestages ausgerichtet habe. Für mich war der Austausch mit Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern, in den Städten und Gemeinden stets das wichtigste Element meiner Arbeit. Nur wenn ich die Ansichten, Meinungen, Fragen und vielleicht auch Sorgen vor Ort kannte, konnte ich mich mit starker Stimme in Berlin für Veränderungen einsetzen. Darum hatte es für mich immer oberste Priorität, mit den Menschen in Kontakt zu kommen, und das in den unterschiedlichsten Bereichen unserer Gesellschaft: Sei es in der Pflege, an Schulen oder in Unternehmen.

Lesen Sie hier mehr über meine „Zuhör-Stationen“ der letzten Wochen im Wahlkreis. Viel Freude beim Lesen!

Ehrenamt als Fundament der Demokratie

P1070407_klein

Das Ehrenamt ist das Fundament unserer Demokratie. Vierzig Prozent der Menschen in Schleswig-Holstein engagieren sich für die Gesellschaft. Sie sind der Klebstoff, der unser Gemeinwohl im Innersten zusammen hält. Aber was bedeutet es heutzutage, sich ehrenamtlich zu engagieren? Dazu besuchte mich meine SPD-Kollegin aus Berlin, die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Edelgard Bulmahn. Als Referenten zu diesem so wichtigen Thema konnten wir ebenfalls Lars Stoltenberg und Johanna Koch von den Jungen Europäischen Föderalist*innen Schleswig-Holstein gewinnen. „Auch wenn es nicht unbedingt immer dazu beiträgt, die Welt im großen Ganzen zu verändern, so kann man sie doch wenigstens im Kleinen etwas besser machen“, sagt Edelgard Bulmahn. Es muss noch mehr getan werden, um ehrenamtliche Engagierte zu unterstützen, vor allem in der Nachwuchsförderung. Das ist für mich Aufgabe der Politik.

Wo drückt der Sportschuh?

2017-07-10_FvO_Sport_Freund_Malecha-Nissen_Freitag_klein

Sport ist eine der größten gesellschaftlichen Bewegungen in Deutschland. Er schafft gesellschaftliche Teilhabe für Menschen aller Generationen und Nationalitäten. Das war meine zentrale Botschaft auf der „Fraktion vor Ort“-Veranstaltung zum Thema Sport. Mit dabei war meine Bundestagskollegin Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses und Ute Freund, Vorsitzende des Kreissportverbandes Neumünster e.V. sowie mehr als 40 Gäste im Vereinsheim des SC Gut Heil in Neumünster.

Dort zeigt sich besonders, wie bedeutend die Brücken sind, die der Sport in unserer Gesellschaft baut. Das hat sich in den letzten Jahren vor allem bei der Aufnahme von Flüchtlingen gezeigt. Damit der Sport weiterhin Kitt der Gesellschaft bleiben kann, muss der Staat die entsprechenden Rahmenbedingungen setzen. Wir waren uns alle einig: Der Sport übernimmt zentrale Aufgaben in unserer Gesellschaft. Dazu brauchen die ehrenamtlichen Helfer und die Vereine mehr Unterstützung und Wertschätzung für ihre großartige Arbeit.

Junges Ehrenamt unterstützen

2017-07-13_Birgit Malecha-Nissen_Mats Blunck_Sozialer Tag_kleinJunge Ehrenamtliche zu fördern, das ist mir eine besondere Herzensangelegenheit. Deshalb unterstütze ich jedes Jahr die junge ehrenamtliche Initiative von Schüler helfen Leben e.V. Am Sozialen Tag habe ich dem Schüler Mats Blunck die Möglichkeit gegeben, einen Tag lang die vielfältigen Aufgaben und Termine einer Bundestagsabgeordneten kennen zu lernen. Er tauschte somit einen Tag die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz und spendete den Lohn an Jugend- und Bildungsprojekte in Südosteuropa und Jordanien. Mir ist es wichtig, solche Aktionen zu unterstützen, denn so können junge Menschen bereits ein Gefühl dafür bekommen, was es heißt, in der Politik zu arbeiten.

Mit dem neuen Bundesteilhabegesetz zu echter Teilhabe für alle Menschen

P1070455_kleinEchte Teilhabe für Menschen mit Behinderung schaffen, statt bloße Fürsorge geben. Das ist das Ziel des Bundesteilhabegesetzes, das der Deutsche Bundestag Ende vergangenen Jahres verabschiedet hat. Nachdem in einem beispiellosen Verfahren bereits die Einschätzungen von Betroffenen und Experten zum neuen Gesetz berücksichtigt wurden, ist es am 1. Januar 2017 in Kraft getreten. Das stufenweise In-Kraft-Treten wird erst im Jahr 2023 abgeschlossen sein, sodass der Bundestag die Möglichkeit hat, die einzelnen Regelungen genau zu überprüfen und wenn nötig nachzubessern.

Für mich ist es daher besonders wichtig, selbst einen Einblick in die Praxis zu bekommen. Im Lebenshilfewerk in Neumünster konnte ich mich davon überzeugen, wie das neue Gesetz bereits praktisch umgesetzt wird. 306 Menschen mit Behinderung arbeiten in den verschiedenen Einrichtungen des Lebenshilfewerks in Neumünster. Von der Vielseitigkeit an Einrichtungen und Angeboten, auch von neuen Vorhaben wie der Medienwerkstatt, bin ich schwer beeindruckt. Das zeigt, wie echte Teilhabe funktioniert. Vielen Dank für die tolle Arbeit der Betreuerinnen und Betreuer als großartiges Engagement für die Menschen mit Behinderung in Neumünster!

Mit Reformen für eine gute Pflege

Birgit Malecha-Nissen (Dritte von links) beim Besuch der Ostseeklinik Schönberg-Holm

Pflege geht uns alle an! Hier haben wir mit den Reformen beim Pflegebegriff und der Pflegeausbildung bereits viel erreicht. Ziel ist es jetzt, die Pflegeberufe weiter aufzuwerten und jedem Menschen im Alter eine gute Versorgung in gewohnter Umgebung zu ermöglichen. Wirken die Reformen jedoch auch in der Praxis? Deshalb war es mir wichtig, die aktuelle Lage in Pflegeeinrichtungen im Blick zu behalten.

Bei meinem Rundgang durch die Einrichtung des Arbeiter-Samariter-Bundes Kreis Plön in Schönberg und im Haus am Kirchsee konnte ich mir ein Bild davon machen, wie die Arbeit mit den Menschen in der Pflege konkret aussieht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten Großartiges, ich kann ihnen nur meinen allergrößten Respekt aussprechen. Mir liegt vor allem am Herzen, dass den Pflegekräften eine gerechte Bezahlung und eine höhere gesellschaftliche Wertschätzung zu steht. So wie es jetzt ist, kann und darf es nicht bleiben. Dafür will ich mich in Zukunft noch tatkräftiger einsetzen!

Abkassiert – für den guten Zweck

Birgit Malecha-Nissen bei der Kassenaktion im EDEKA Schröder in Preetz

Auch der selbständig und kaufmännisch geführte EDEKA Schröder in Preetz setzt sich für faire Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Für mich gab es bei diesem Besuch eine aufregende Premiere: Denn ich habe dort abkassiert, und zwar für einen guten Zweck. Bei meiner Kassenaktion sind 598,32 Euro zusammen gekommen. Großzügigerweise hat EDEKA den Betrag auf 700 Euro aufgerundet. Diese Spende kommt dem Verein „Die Wühlmäuse“ zugute. Irmela Will als Erste Vorsitzende und Vertreterin des Vereins nahm den offiziellen Scheck dankend entgegen. Vielen Dank an Kai Schröder für diese großzügige Spende!

Spagat zwischen Familie und Beruf meistern

2017-08-18_Nortex Neumünster_kleinBei meinem Besuch im Modehaus Nortex standen die Frauen der Belegschaft und die Vielfalt der bestehenden Beschäftigungsmodelle im Fokus. Das Modehaus NORTEX ist Spezialist für Über- und Sondergrößen und beschäftigt über 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Den Mitarbeiterinnen vor Ort sind beitragsfreie Kitas und Ganztagsschulen besonders wichtig, um beim Spagat zwischen Beruf und Familie besser unterstützt zu werden. Besonders beeindruckend war für mich das großartige Engagement für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier.

Innovatives Unternehmertum im Norden: Unterwegs mit Andra Nahles

Video-ScreenshotGute Arbeit, zu fairen Löhnen und mit gerechten Bedingungen für alle Beschäftigten ist eines unser wichtigsten Themen. Klasse, dass ich gemeinsam mit unserer Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles Danfoss Power Solutions in Neumünster besuchen konnte. Top-Thema war die Frage, wie wir uns in Zeiten der Digitalisierung am besten für die Zukunft rüsten können. Mein Eindruck vor Ort war, dass hier in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat tolle Modelle entstehen. Bei diesem Termin zeigte sich mal wieder, dass Innovation und fortschrittliches Unternehmertum bei uns im Norden zuhause sind.

Schützenswertes erhalten: Im Einsatz für unsere Kulturdenkmäler

2017-08-14_Blekendorf_2Kirchen und Denkmäler sind Zeugnisse unserer Geschichte und die Zukunft der Kirchengemeinden. Diese schützenswerten Orte müssen unbedingt für folgende Generationen erhalten werden. Dafür setze ich mich ein! Deshalb war ich gemeinsam mit meiner Kollegin Bettina Hagedorn aus dem Haushaltsausschuss des Bundestages zu Besuch in der St. Marienkirche in Kirchnüchel und der St.-Claren-Kirche in Blekendorf. Wie in so vielen Kirchen und historischen Gebäuden sind auch hier dringend Restaurierungsarbeiten nötig. Davon konnten wir uns bei unseren gemeinsamen Besichtigungen selbst ein Bild machen. Zusammen arbeiten wir daran, dass die Kirchen in diesem Jahr ins Denkmalschutzprogramm aufgenommen werden.

Das Bundestags-Infomobil war da!

2017-07-20 - Infomobil Neumünster_1Eine neue Sehenswürdigkeit in Neumünster! Das Infomobil des Deutschen Bundestages war hier für drei Tage zu Gast. Klasse, dass ich so viele interessierte Besucherinnen und Besucher und Schulklassen persönlich empfangen konnte. Volles Haus und viele Gespräche, so soll es sein! Ich habe dabei über meine persönlichen Erfahrungen im Parlament berichtet und den Besucherinnen und Besuchern zu ihren Fragen gerne Rede und Antwort gestanden. Vielen Dank für das Interesse!