Praktikumsmöglichkeiten

IMG-20170328-WA0009Gerne biete ich jungen politisch Interessierten die Möglichkeit ein Praktikum in meinem Wahlkreisbüro oder in meinem Bundestagsbüro zu absolvieren. Ein solches Praktikum bietet die einmalige Gelegenheit, den Arbeitsalltag in einem Abgeordnetenbüro live mit zu erleben. Blicke hinter die Kulissen des politischen Betriebs.

Interesse geweckt? Hier findest Du alle wichtigen Informationen im Überblick:

Welche Möglichkeiten gibt es?

Allgemein kann man ein Praktikum im Wahlkreisbüro in Plön, im Bundestagsbüro oder eine Kombination aus beidem machen. Das kommt sowohl für Schüler*in nach dem Abitur, als auch für Student*innen während des Studiums in Frage. Ein Praktikum sollte mindestens vier Wochen dauern, gerne aber auch deutlich länger.

Was mache ich während des Praktikums?

  • Ich lerne das parlamentarische Geschäft durch Terminbegleitung kennen.
  • Ich nehme an Plenar-, AG- und Ausschusssitzung sowie politischen Veranstaltungen teil.
  • Ich bereite Sitzungen und Termine vor.
  • Ich erarbeite ein politisches Schwerpunktthema.
  • Ich fertige Gesprächsnotizen und Beiträge für die Webseite an.
  • Ich unterstütze bei der allgemeinen Büroarbeit und der Öffentlichkeitsarbeit.
  • Ich nehme am Praktikantenprogramm der SPD-Bundestagsfraktion teil.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Für reibungslose Arbeitsabläufe, insbesondere im Wahlkreisbüro, ist es wichtig, den Wahlkreis zu kennen.

Eine Mitgliedschaft in der SPD ist keine Voraussetzung. Wenn Du Dich mit den Zielen und Werten der SPD identifizieren kannst, ist das natürlich hilfreich.

Welche Bewerbungsunterlagen brauche ich?

Wir bitten Dich um eine kurze Darstellung Deiner Motivation und um einen tabellarischen Lebenslauf mit Foto (am besten in einer zusammenhängenden PDF-Datei). Bitte erläutere kurz, welchen Bezug Du zum Wahlkreis hast. Wichtig ist auch zu wissen, um was für ein Praktikum es sich handeln soll.

Am besten nennst Du uns noch den gewünschten Zeitraum des Praktikums und möglichst auch einen Alternativtermin.

Wann bewerbe ich mich?

Bitte bewirb Dich mindestens sechs Wochen im Voraus.

Wohin mit der Bewerbung?

Deine Bewerbung kannst Du per Email an Franziska Lorenz (Bundestagsbüro birgit.malecha-nissen@bundestag.de) oder an Ulrike Ganswindt (Wahlkreisbüro Plön birgit.malecha-nissen.mdb@bundestag.de) schicken.

Praktikumsberichte

Simon Barzantny - März 2017

BirgitmitSimonBarzantnyPraktikant_klein„Mein Name ist Simon Barzantny, ich komme aus Mönkeberg und studiere zurzeit Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn. Da ich schon immer politisch interessiert war, habe ich nur zu gern die Chance genutzt, ein zweiwöchiges Praktikum im Bundestagsbüro von Frau Dr. Birgit Malecha-Nissen zu absolvieren. Vielen Dank an Birgit Malecha-Nissen und das gesamte Team im Abgeordnetenbüro, dass ich so herzlich aufgenommen wurde und einen Einblick in den vielfältigen und schnelllebigen Arbeitsalltag gewinnen konnte.

Insgesamt kann ich rückblickend sagen, dass die letzten zwei Wochen rasend schnell vergangen sind. In dieser abwechslungsreichen Zeit habe ich einen guten Einblick in die politische Arbeit und die Entscheidungsprozesse im Deutschen Bundestag in Berlin erhalten. Letztlich kann ich ein solches Praktikum daher nur allen wärmstens empfehlen, die sich schon immer sehr für Politik interessiert haben. Wenn ihr auch schon immer mal die Abläufe und Arbeit im Bundestag erleben wolltet, ist ein Praktikum in einem Abgeordnetenbüro des Deutschen Bundestages genau das Richtige für Euch. Tipp: Dafür richtet man sich am besten an die oder den Abgeordnete/n aus Eurem Wahlkreis. Auf der Website von Birgit Malecha-Nissen findet man auch weiterführende Informationen darüber, wie man sich für ein Praktikum bewerben kann und was einen dort so erwartet.

In diesen zwei Wochen habe ich einige Erfahrungen gemacht und konnte einen tieferen Einblick in die Arbeit einer Abgeordneten und in einem Abgeordnetenbüro erlangen. Dies gab mir z.B. die Möglichkeit in Sitzungen des Verkehrsausschusses, der Arbeitsgruppe Verkehr der SPD-Fraktion oder auch des Plenums hereinzuschauen. Außerdem habe ich das Team im Bundestagsbüro mit eigenen Recherche und Arbeitsaufträgen unterstützt. Dazu gehörten unter anderem ausführliche Terminvorbereitungen, die Beantwortung von Bürgerbriefen und Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit, sowie allgemeine administrative Tätigkeiten.

Zudem hatte ich die Möglichkeit über das Praktikantenprogramm der SPD-Bundestagsfraktion einige besondere Termine wahrzunehmen. Dazu gehörten unter anderem ein Besuch im Willy-Brandt-Haus, eine Führung durch die ständige Ausstellung des Deutschen Bundestages im Deutschen Dom und eine Gesprächsrunde mit der Parlamentarischen Staatsekretärin des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales Anette Kramme.“

Luca Pisanelli - März/April 2016

Fotopraktikum (2)Als ich im Juni 2015 mein Abiturzeugnis in der Hand hielt, fiel mir auf, dass ich mich innerlich gar nicht darauf vorbreitet hatte, die Schule zu verlassen oder gar ein Studium zu beginnen. Eigentlich wollte ich nach zwölf Jahren Schule auch nicht gleich weiter die Schulbank drücken. Deshalb entschied ich mich, mir noch ein Jahr Zeit für meine eigenen Interessen und neue Erfahrungen zu nehmen.

Über das Wahlkreisbüro in Plön erhielt ich Kontakt zu meiner Bundestagsabgeordneten Birgit Malecha-Nissen und konnte mich so für ein Praktikum in ihrem Büro bewerben. Mein Ziel war, in dem dreimonatigen Praktikum die Arbeit im Bundestag in Berlin und im Wahlkreis kennenzulernen und generell einen Einblick in die Arbeit in der Politik zu erhalten.

Am zweiten Februar begann für mich mein erster Arbeitstag in Berlin. Durch den Eingang in der riesigen Fassade des Paul-Löbe-Hauses, direkt gegenüber vom Kanzleramt, konnte ich das Gebäude betreten und wurde hinter den Sicherheitskontrolle von Christiane Abig abgeholt und in das Büro gebracht. Insgesamt arbeiten in dem Büro in Berlin drei Mitarbeiter und nochmal vier im Wahlkreis.

Nachdem ich mich vorstellen konnte, bekam ich eine eigene „exklusive“ Führung durch die Gebäude des Deutschen Bundestages. Durch die Größe der Gebäude, die alle durch Tunnel und Brücken miteinander verbunden sind, waren wir annähernd zwei Stunden unterwegs. Büros, Ausschussräume, Bibliothek, Reichstagsgebäude, Kuppel, Fraktionsebene und eine hauseigene Postfiliale sind nur einige der vielen Dinge, die ich auf dem Rundgang gezeigt bekam.

Als neuer Mitarbeiter ist eine der ersten Anlaufstellen die Hausausweisstelle des Bundestages, bei der ich meinen eigenen blauen Praktikantenausweis ausgestellt bekam. Mit diesem bekommt man Zugang zu allen zugehörigen Gebäuden. Auch für den Rest des Tages standen Formalitäten an. Meine eigentliche Arbeit im Büro begann erst am folgenden Tag.

Kein Kopieren, kein Kaffee kochen – Die Arbeit im Büro

Nach einer kurzen Einarbeitungszeit und Erklärungen konnte ich bereits einige Aufgaben übernehmen. Eine zeitraubende Aufgabe ist das Sortieren der Post, was ich jeden Morgen übernahm. Denn neben Zeitungen und unzähligen Einladungen erreichen die Abgeordnete auch wichtige Informationen und Anfragen. Damit nichts untergeht ist es wichtig, dass vorher schon einmal eingeordnet wird. Denn schließlich ist es die Aufgabe des Büros, die tägliche Arbeit von Birgit Malecha-Nissen so gut wie möglich vorzubereiten, sodass sie ihre Aufgaben gut wahrnehmen kann.

So konnte ich nach einigen Tagen auch erste inhaltliche Arbeiten übernehmen und zum Beispiel Recherchen erledigen, um Termine und Gespräche vorzubereiten. Das Ziel ist es dabei, die Informationen so gut es geht zusammenzufassen und aufzubereiten, sodass die Bundestagsabgeordnete schnell über die wichtigsten Punkte informiert ist. Bei komplexen Themen gar nicht so einfach!

Offene Türen im politischen Berlin für die Bundestagspraktikanten

Was mich sehr überrascht hat, war, wie viele, wirklich nahe Eindrücke ich vom politischen Alltag erhalten konnte. Und das, obwohl ich nur ein Praktikant war. So konnte ich die Bundestagsabgeordnete in Ausschuss-Sitzungen und AG-Sitzungen der SPD begleiten und dort zuhören. Dadurch lernte ich ihre Schwerpunkte und inhaltliche Arbeit sehr gut kennen. Und auch die Themen, die unser Land im Moment beschäftigen, erfährt man noch einmal aus einem ganz neuen Blickwinkel. Auch konnte ich das Plenum auf der Tribüne besuchen und so eine Regierungserklärung der Bundeskanzlerin live verfolgen.

Gleichzeitig organisieren die Fraktionen auch ein eigenes Veranstaltungsprogramm für ihre Praktikanten. Das waren zum Beispiel Gespräche mit Abgeordneten, Regierungsmitarbeitern oder Führungen. Aber auch Besuche in verschiedenen Botschaften standen auf dem Programm, bei denen wir ganz offen über aktuelle Themen diskutierten. So konnte ich auch andere Mitarbeiter und Praktikanten treffen, und auch außerhalb des Bundestags die Hauptstadt erkunden.

Zum Beispiel besuchten wir am Abend der Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt das Willy-Brandt-Haus, die Parteizentrale der SPD. Trotz zweier schlechter Wahlergebnisse, war es dennoch eindrucksvoll, bei den Statements des Parteivorstands direkt anwesend zu sein. Vervollständigt wurde der Eindruck durch den Besuch der Live-Aufzeichnung der Talkrunde von Anne Will.

Die Zeit in Berlin war auf alle Fälle sehr kurzweilig und ich konnte sehr viele gute Eindrücke sammeln. Das Besondere an einem Praktikum im Bundestag ist dabei natürlich, dass man, wenn man die Augen offen hält, nicht nur Büroarbeit kennenlernt, sondern einen Rundumschlag des ganzen politischen Berlins!

Wirkungsvolle Arbeit direkt im Wahlkreis

Im letzten Monat arbeite ich für das Abgeordnetenbüro in unserem Wahlkreis in Plön. Nicht nur die Stadt ist sehr viel kleiner, auch die Arbeit unterscheidet sich auch in einigen Punkten.

Gleich in meiner ersten Woche wurde ich schon stark in die Vorbereitung einer Diskussionsveranstaltung eingebunden. Sehr gut gefallen hat mir, dass ich dabei auch persönlichen Kontakt zu einzelnen Menschen im Wahlkreis aufnehmen konnte und so einige Leute traf. Diese Veranstaltung liegt noch vor uns, und da wird es noch einiges Organisatorisches zu tun geben.

Es gibt auch sehr viele Parallelen zu der Arbeit in Berlin. So unterstütze ich auch hier in Plön das Team bei Recherchen und inhaltlichen Vorbereitungen. Wichtig wird für uns der Landesparteitag werden, wo wir die Anträge ganz genau durchgehen werden, um die wichtigen Themen für die Bundestagsabgeordnete festzulegen und diese vorzubereiten.

Wichtig für alle Abgeordneten ist es, auch den Kontakt zu den Ortsvereinen und Mitgliedern im Wahlkreis zu halten. Für mich als neues Mitglied ist es daher sehr spannend und lohnenswert, im Wahlkreis zu arbeiten und so die Partei besser kennenzulernen.

Fest steht: Drei bewegte Monate hinterlassen einen starken Eindruck

Hier in Plön werde ich noch zwei Wochen beschäftigt sein, aber ich kann bereits jetzt sagen, dass ich mein Ziel, einen Einblick in die Arbeit der der Politik zu erhalten, erreicht habe. Vieles, was ich bereits in der Schule gelernt habe, konnte ich in der Arbeit und in Berlin und Plön wiederfinden und anwenden. Aber ich habe in dieser kurzen, eindrucksvollen Zeit auch viel Neues gelernt und, was mir sehr wichtig ist, ich habe auch meine Partei besser kennengelernt. Sowohl inhaltlich als auch die vielen verschiedenen Menschen, die überall mitwirken.

Ich kann allen Interessierten ein Praktikum im Bundestag nur empfehlen, nehmt doch einfach mal Kontakt zu eurer Abgeordneten oder eurem Abgeordneten auf!

Bei meiner Abgeordneten Dr. Birgit Malecha-Nissen und ihren Mitarbeitern möchte ich mich schon jetzt für die gute Aufnahme bedanken und wünsche ihnen allen weiterhin viel Erfolg!