Kinderarbeit, NEIN DANKE

Berlin, 11.06.2015

Dr. Birgit Malecha-Nissen
Mitglied des Deutschen Bundestages

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Anlässlich des Internationalen Tages gegen Kinderarbeit am Freitag, den 12. Juni 2015 fordert die schleswig-holsteinische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Birgit Malecha-Nissen:

„Weltweit muss ausbeuterische Kinderarbeit gestoppt werden. Helfen Sie mit! Schauen Sie nach, wo die Produkte herkommen und wie sie hergestellt werden. Wir als SPD-Bundestagsfraktion setzen uns auf nationaler wie internationaler Ebene entschieden gegen Kinderarbeit ein. Wir treten dafür ein, dass Unternehmen alle Produktionsschritte kontrollieren, um ein sauberes Endprodukt anbieten zu können. Notwendig sind vor allem auch eine bessere Aufklärung von Verbrauchern und insbesondere von Kindern und Jugendlichen über Produkte aus Kinderarbeit und deren Hintergründe.

Nach den Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO 138 und 182 ist Kinderarbeit ein Verbrechen. Nach wie vor werden aber in der EU viele Produkte gehandelt, die aus ausbeuterischer Kinderarbeit entstanden sind. Auch auf dem deutschen Markt landen solche Produkte: Grabsteine aus Indien, Kakao aus Ghana, Haselnüsse aus der Türkei. Gefordert sind daher nicht nur die Länder, in denen Minderjährige meist aus Armut und Not zur Arbeit gezwungen sind. Gefordert sind vor allem auch der Handel, die Industrie und alle Verbraucher in den reichen Ländern, die von niedrigen Warenpreisen profitieren. Weltweit arbeiten etwa 170 Millionen Kinder, häufig unter sklavenähnlichen Bedingungen. Sie können nicht oder nur zeitweise die Schule besuchen. Die Chance auf eine bessere Zukunft wird ihnen so verbaut. Deshalb sollten einschlägig bekannte Handelsketten, die keinen Wert auf „saubere und ausbeutungsfreie Ware“ legen, vom Verbraucher boykottiert werden.“

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