Meine Standpunkte im Überblick

Meine Position: Zukunftsgewandte Politik mitgestalten!

In Berlin habe ich mich tagtäglich mit einer großen Bandbreite von Themen auseinandergesetzt, die für unsere Gesellschaft von Belang sind. Das betraf natürlich alles rund um meine Mitgliedschaft im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages. Aber auch Themen, die sich um Bildungs- und Chancengerechtigkeit sowie Umweltschutz drehen, bestimmen mein politisches Engagement. Auch nach meinem Ausscheiden aus dem Deutschen Bundestag bleibe ich politisch interessiert und setze mich kritisch mit der Politik in Bund, Land und Kommune auseinander. Hier können Sie sich über meine Positionen und Ansichten zu den einzelnen Themenfeldern informieren. Sollten Sie dazu mit mir diskutieren wollen, freue ich mich auf Ihre Nachricht. Schreiben Sie mir gerne an info@malecha-nissen.de.

Verkehrspolitik: Die Mobilität der Zukunft mitgestalten!

Hafen Hamburg 2

Die Verkehrspolitik ist eines der Kernthemen im Deutschen Bundestag, besonders für mich mit der Wahlheimat in Schleswig-Holstein. In diesem Politikfeld werden die entscheidenden Weichen für die Zukunft unserer Wirtschaft gestellt. Es braucht weitsichtige Investitionen in Verkehrsinfrastrukturprojekte, die besonders im Hinblick auf den Klimaschutz die Devise „weg von der Straße hin zu Schiene und Wasser“ berücksichtigen.

 

Bundesverkehrswegeplan verabschiedet

Aus diesem Grund ist der Bundesverkehrswegeplan eines der wichtigsten verkehrspolitischen Projekte dieser Wahlperiode gewesen. Mit ihm sind die entscheidenden Weichen für die bundesweite Verkehrsinfrastruktur gestellt worden. Die Forderungen der SPD wurden umgesetzt: „Erhalt vor Neubau“, „Vorrang für das überregionale Verkehrsnetz“ und „Engpassbeseitigung“. Dazu erfolgt eine angemessene Verteilung auf die drei Verkehrsträger – Fernstraße 50 %, Schiene 40 % und Wasserstraße 10 %. Als Koordinatorin für Schleswig-Holstein für den Bundesverkehrswegeplan freue ich mich über die hohe Priorisierung der Straßen- und Wasserstraßenprojekte in Schleswig-Holstein. Darüber hinaus habe ich mich dafür stark gemacht, dass weitere Schienenprojekte in Schleswig-Holstein in den Ausbaugesetzen zum Bundesverkehrswegeplan berücksichtigt worden sind.

Als zuständige Berichterstatterin für den Verkehr unserer schleswig-holsteinischen Landesgruppe beschäftige ich mich unter anderem mit den Themen Nord-Ostsee-Kanal, A 20 mit der Elbquerung, Fehmarnbeltquerung sowie Hinterlandanbindungen unserer Seehäfen.

 

Umweltfreundlichere Technologien fördern

Der Verkehrssektor trägt weltweit mit rund 22% zu den klimaschädlichen Treibhausemmissionen bei. Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, umweltfreundlichere Technologien und alternative Antriebsstoffe zu finden und voran zu bringen. Der Einsatz von emissionsarmen Flüssigerdgas (LNG) in der Seeschifffahrt ist eine unabdingbare Voraussetzung dafür, dass der Verkehrssektor seinen Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele leistet. Darüber hinaus setze ich mich für ein Bundesförderprogramm ein, das Strom aus Landstromanlagen in Häfen als umweltfreundliche Stromerzeugungsvariante für Fähr- oder Kreuzfahrtschiffe wettbewerbsfähig gegenüber der traditionellen bordseitigen Stromerzeugung durch Dieselmotoren macht. So ließe sich die hohe Feinstaub- und Emissionsbelastung in den Hafenstädten reduzieren.

 

Neue Mobilitätskonzepte fördern, Schienenverkehr modernisieren

Wir wollen neue Mobilitätskonzepte wie Carsharing und die Elektromobilität voranbringen, um die Umweltbelastung in den Innenstädten zu reduzieren. Darüber hinaus gilt es, Schienenwege zu modernisieren, die Attraktivität von Bahnhöfen zu fördern und Sicherheit der Reisenden im Schienenverkehr zu verbessern. Auch künftig bleibt die Privatisierung der deutschen Autobahnen und Bundestraßen ausgeschlossen. Im Luftverkehr müssen wir die Anbindung Deutschlands an die internationalen Verkehrsströme sichern und gleichzeitig die modernen Luft- und Logistikdrehkreuze mit bedarfsgerechter Kapazität ausstatten.

Als Sprachrohr für unsere Region sorge ich in Berlin dafür, dass die verkehrspolitischen Interessen unseres Landes Schleswig-Holstein genügend berücksichtigt werden.

Maritime Wirtschaft

Hafen Hamburg

Für mich als Vorsitzende Lotsin der Küstengang, dem Zusammenschluss sozialdemokratischer Bundestagsabgeordneter aus den fünf norddeutschen Ländern, ist die Maritime Wirtschaft ein Schwerpunkt meiner Arbeit. Über 90 Prozent des gesamten interkontinentalen Warenaustausches werden über den Seeweg abgewickelt. Mit einem Umsatz von mehr als 50 Milliarden Euro pro Jahr und mit bundesweit mehr als 400.000 Arbeitsplätzen ist die maritime Wirtschaft sowohl für den Norden als auch für Deutschland als Ganzes ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

 

Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft sichern

Klar ist: Es geht um die Zukunftsfähigkeit für unsere Wirtschaftskraft. Eine starke maritime Wirtschaft am Standort Deutschland braucht eine leistungsfähige Schifffahrt und eine moderne High-Tech-Strategie im Schiffbau, Maschinen- und Anlagenbau. Dazu gehört ebenfalls eine moderne Verkehrsinfrastruktur der angebundenen See- und Binnenhäfen, die Forschung und Entwicklung sowie der Dienstleistungssektor in unserer Region.

 

Bedeutung von Verkehrsinfrastruktur und Hinterlandanbindung

Für eine florierende Wirtschaft im maritimen Raum ist eine entsprechend moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur und Hinterlandanbindung von zentraler Bedeutung. Nur auf diesem Wege können die Waren ihren Weg von den Export-Umschlagsplätzen am Wasser in die umliegenden Regionen transportiert werden. Um die Wirtschaftskraft in diesem Raum zu stärken, muss die weitere Ausflaggung von Handelsschiffen gestoppt werden.

 

Innovationskraft der maritimen Wirtschaft fördern

In klima- und umweltfreundlichen Zukunftsstrategien, Produkten und Technologien liegen die Wachstumschancen für die maritime Wirtschaft. Wir wollen die Innovationskraft unserer Häfen, Reedereien und Schiffbauer im internationalen Wettbewerb stärken. Darüber hinaus wollen wir mehr Güter über Schiene und Wasser transportieren, um die Straßen und somit die Umwelt zu entlasten. Die Reduktion von Treibhausgasen ist eine immer wichtigere Anforderung, um die ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen.

 

Digitalisierung auch im maritimen Raum nutzbar machen

Es gilt, die Chancen der fortschreitenden Digitalisierung zu nutzen und die maritime Wirtschaft in allen Bereichen zu optimieren. Die Aus- und Weiterbildung qualifizierter Fachkräfte muss den Anforderungen der fortschreitenden Digitalisierung angepasst werden. Das kann nur gelingen, wenn die Sozialpartner eingebunden werden. Die Fachkräfte sind der Schlüssel zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der maritimen Wirtschaft.

Bildungspolitik: Von der Kita bis zur Uni gebührenfrei

Soziale Herkunft

Bildung und Chancengerechtigkeit sind der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Denn Bildung ist ein Menschenrecht. Das sollte in unser aller Interesse sein, denn wir werden im zunehmenden Wettbewerb auf den globalisierten Märkten nur mit gut ausgebildeten Menschen weiter bestehen können. Unser Motto in der Bildungspolitik ist daher: Beitragsfrei von der Kita über die Ausbildung und das Erststudium bis zum Master und zur Meisterprüfung!

 

Kooperationsverbot gelockert

Bildungspolitik ist Ländersache, so ist es in unserem Grundgesetz festgeschrieben. Dieses sogenannte „Kooperationsverbot“ führt zu erheblichen Unterschieden in den Bildungssystemen zwischen den Bundesländern. Umso besser, dass wir inzwischen das Kooperationsverbot im Wissenschafts- und Hochschulbereich aufgehoben haben. Vor kurzem folgte dem auch der Bereich Schule, denn nun darf der Bund Schulen in finanzschwachen Kommunen mit Geldern unterstützen. Auf diese beiden Einigungen bin ich als Sozialdemokratin besonders stolz, denn an diesen Vorhaben arbeiten wir bereits jahrzehntelang. Sie sind somit zu Recht als Meilensteine zu betrachten.

 

Nationale Bildungsallianz etablieren

Wir setzen uns nun für eine vollständige Aufhebung des Kooperationsverbots ein. Denn Bildung ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen. Im Bereich der Schulpolitik wollen wir in diesem Zuge eine „Nationale Bildungsallianz“ gründen. So wollen wir das Schulsanierungsprogramm des Bundes zu einem Schulmodernisierungsprogramm weiterentwickeln – für barrierefreie Gebäude, gut ausgerüstete Klassenzimmer und moderne Ausstattung mit digitaler Technik.

 

Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung einführen

Junge Eltern wollen wir dadurch unterstützen, dass wir einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Kita- und Grundschulkindern einführen. Der Bund soll sich an der Finanzierung beteiligen. Außerdem wollen wir nach der Bundestagswahl ein Gesetz verabschieden, das zu besser ausgestatteten Kitas und gesunder Ernährung in Kitas beiträgt. Es soll mehr Erzieherinnen und Erzieher geben, ihr Beruf soll aufgewertet und die Ausbildung verbessert werden. Auch die Kindertagespflege wollen wir weiter professionalisieren und aufwerten.

Sichere Arbeit und gute Löhne

Arbeit

Jeder, der in Vollzeit arbeiten geht, muss von seinem Lohn seinen Lebensunterhalt bestreiten können. Dazu braucht es unbedingt gute tariflich verhandelte Löhne und eine hohe Tarifbindung. Denn: Man arbeitet, um zu leben und nicht umgekehrt!

 

Mindestlohn erfolgreich eingeführt

Umso mehr freut es mich, dass sich das hartnäckige Dranbleiben der SPD-Bundestagsfraktion ausgezahlt hat. Die Einführung des flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von 8,50 Euro ist für mich ein großer Etappensieg.
Der Mindestlohn hat bereits das Leben von vielen Menschen verbessert. Besonders in Schleswig-Holstein profitieren viele durch die große Anzahl an Arbeitsplätzen im Tourismusgewerbe. Schätzungen zufolge betrifft das ca. 70.000 Menschen. Da Frauen überdurchschnittlich häufig im Tourismusgewerbe arbeiten, ist diese Neuregelung besonders von Vorteil. Damit sind wir ein gutes Stück vorangekommen, aber es gibt weiterhin genug zu tun im Bereich der Arbeitspolitik.

 

Recht auf Rückkehr in Vollzeit schaffen

Mir ist es besonders wichtig, dass wir das Recht etablieren, nach einer Phase der freiwilligen Teilzeitarbeit zur früheren Arbeitszeit zurückzukehren. Vor allem Mütter sind von dieser sogenannten „Teilzeitfalle“ betroffen und können ihre Stundenzahl nicht erhöhen. Dadurch haben sie schlechtere Aufstiegschancen und bekommen später eine geringere Rente. Wenn wir ab Herbst den Kanzler stellen, setzen wir der Teilzeitfalle ein für alle Mal ein Ende.

 

Mehr Planbarkeit fürs Leben schaffen

In den nächsten vier Jahren wollen wir zudem die sachgrundlose Befristung abschaffen, um insbesondere jungen Menschen Perspektiven und mehr Planbarkeit für ihr berufliches und privates Leben zu ermöglichen. Die geringfügige Beschäftigung wollen wir weiter zurückfahren und Beschäftigten in Minijobs zu sozialversicherungspflichtiger Arbeit verhelfen.

 

Weiterbildung stärken

Auch ein Recht auf Weiterbildung werden wir einführen und mit dem Arbeitslosengeld Q neue Anreize für Weiterbildung schaffen. Wer nach drei Monaten noch keine neue Beschäftigung gefunden hat, soll von der Bundesagentur für Arbeit ein Angebot für Qualifizierungsmaßnahmen erhalten, um so seine Vermittlungschancen zu erhöhen. Den Anspruch auf Arbeitslosengeld I wollen wir auf bis zu 48 Monate verlängern – vorausgesetzt, dass die Erwerbslosen an einer Qualifizierungsmaßnahme teilnehmen.

Frauen endlich gleichstellen. Mehr Zeit für Familie schaffen.

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Im Gespräch mit Vertreterinnen des Caritas-Mutter-Kind-Kurheim St.Walburg in Plön

Auch nach 60 Jahren formeller Gleichberechtigung gibt es immer noch eine erhebliche Lohnlücke im Einkommen von gut 20 Prozent zwischen Männern und Frauen. Diese Lohnlücke gilt es ein für alle Mal zu schließen – daher freut es mich ungemein, dass das von der damaligen Familienministerin Manuela Schwesig eingebrachte Gesetz zur gleichen Bezahlung von Frauen im Oktober 2016 erfolgreich vom Bundestag verabschiedet wurde.

 

Elterngeld – Zeit für die Familie

Auch bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind wir in den letzten vier Jahren einen großen Schritt vorangekommen. Das Elterngeld Plus ist ein echter Meilenstein, damit Eltern Arbeits- und Familienleben besser unter einen Hut bekommen. Deshalb begrüße ich unseren Beschluss, da er Eltern – Vater wie Mutter – mehr zeitliche und berufliche Flexibilität ermöglicht. So können in Zukunft beide Eltern gleichzeitig in Teilzeit arbeiten und als finanziellen Ausgleich Elterngeld Plus bekommen.

 

Familiengeld – Noch mehr Zeit für die Familie

Viele Eltern fragen sich jedoch: Wie geht es weiter nach dem Elternjahr? Denn mehr Zeit für die Familie zu haben, wünscht sich doch jeder. Mit dem neuen Familiengeld gehen wir einen Schritt weiter. Damit wollen wir dafür sorgen, dass Eltern die benötigte Flexibilität bekommen. Denn bislang geht ein Partner oft voll in seinen Job zurück, obwohl er gerne mehr Zeit mit der Familie verbringen würde. Der andere Partner hingegen kehrt in Teilzeit zurück, obwohl er gerne mehr arbeiten würden. Wenn beide Eltern ihre Arbeitszeit partnerschaftlich aufteilen, sollen sie künftig das Familiengeld erhalten. Es soll 24 Monate gezahlt werden und sich auf 150 Euro monatlich für beide Eltern belaufen, wenn sie jeweils 75 bis 90 Prozent der regulären Vollzeit arbeiten. Auch Allein- und Getrenntlebende sollen das Familiengeld erhalten. Das ist ein großer Schritt hin zu größerer finanzieller Unabhängigkeit und gesellschaftlicher Anerkennung von Alleinerziehenden.

 

Familienarbeitszeit – Zeit für die Pflege

Pflege geht uns alle an. Hier haben wir schon viel erreicht, z.B. mit der Unterstützung der häuslichen Pflege. Auch Pflege braucht Zeit und finanzielle Sicherheit. Darum werden wir die Familienarbeitszeit für Pflegende einführen. So ermöglichen wir es Familienmitgliedern, sich der Pflege ihrer Angehörigen zu widmen, ohne sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen zu müssen. Die Arbeitszeit kann für bis zu drei Monate ganz oder zum Teil reduziert werden. In dieser Zeit gibt es eine Lohnersatzleistung, ähnlich zum Elterngeld. Wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer darüber hinaus länger ihre Arbeitszeit für die Pflege von Angehörigen verringern möchten, erhalten sie das Familiengeld für Pflege. Es kann bis zu zwei Jahren lang ausgezahlt werden und beträgt 150 Euro monatlich.

Bezahlbarer Wohnraum darf kein Luxus sein!

Wohnraum

Wohnen darf nicht zum Luxusgut werden! Bezahlbarer Wohnraum sowie lebenswerte Stadtteile und Gemeinden sind für mich zentral für ein gutes Miteinander und den sozialen Frieden. Immer mehr Familien, Alleinerziehende und ältere Menschen finden kaum bezahlbaren Wohnraum, besonders in Städten. Als Sozialdemokratin sehe ich es als meine Aufgabe an, hier für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Ich setze mich dafür ein, dass Menschen mit geringen Einkommen nicht an Stadtränder oder in bestimmte Stadtteile verdrängt werden. Für nachhaltige Veränderungen muss weiter investiert und gebaut werden – mit ausreichend Sozialwohnungen.

 

Sozialen Wohnungsbau und Städtebauförderung weiter gestärkt

Kommunen, Land und Bund müssen den sozialen Wohnungsbau Hand in Hand vorantreiben. Seit 2007 sind die Länder für die soziale Wohnraumförderung zuständig. Um sie bei dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen, haben wir Sozialdemokraten im Deutschen Bundestag durchgesetzt, dass die Mittel für die soziale Wohnraumförderung für die Jahre 2016 bis 2019 auf insgesamt 4 Milliarden Euro verdoppelt wurden! Darüber hinaus werden wir weitere 500 Millionen Euro für die Jahre 2017 und 2018 investieren. Die SPD hat zudem die Mittel für die Städtebauförderung auf 790 Millionen Euro erhöht und die „Soziale Stadt“ um weitere 40 Millionen auf 190 Millionen Euro gestärkt.

 

Wohnen muss bezahlbar bleiben

Doch das reicht noch nicht aus, um ein gutes und sicheres Lebensumfeld zu schaffen, in dem das Wohnen weiterhin bezahlbar bleibt. Daher wollen wir das Wohngeld regelmäßig erhöhen. So verhindern wir, dass Menschen aus ihrem vertrauten Stadtteil fortziehen müssen. Auch die Mittel für den sozialen Wohnungsbau werden wir nach Bedarf weiter anheben.

  

Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen

Gemeinsam mit den Ländern wollen wir in der nächsten Legislaturperiode zudem das Bauen attraktiver machen, indem wir Investitionsanreize und bundesweit einheitliche Standards setzen. Schließlich wollen wir auch den Kauf von Wohnungen oder Häusern für Familien mit niedrigem oder mittlerem Einkommen erleichtern, indem wir ein sozial gestaffeltes Familienbaugeld einführen.

Klimaschutz und nachhaltige Energiepolitik voranbringen!

Sicher_Sauber_BezahlbarDer Klimaschutz ist kein Selbstzweck. Er ist wichtig für den Frieden und die politische Stabilität auf der ganzen Welt. Aus der völkerrechtlich verbindlichen Vereinbarung der Klimakonferenz 2015 von Paris ergibt sich für die Bundesrepublik Deutschland eine klare Verpflichtung zur Ablösung fossiler Energien. Allerdings läuft Deutschland momentan Gefahr, die Klimaschutzziele nicht zu erreichen. Es liegt daher in unserer Verantwortung, mehr für umweltfreundlichere und effizientere Technologien zu tun. Dabei muss es unser Anspruch sein, die Energiewende mit klaren Ausbauzielen verlässlich und planbar zu gestalten und damit die Grundlage dafür zu schaffen, dass der Strom für uns alle bezahlbar bleibt.

 

Energiewende voranbringen

Die vollständige Energiewende gelingt nur, wenn auf dem Weg dorthin emissionsarme konventionelle Energieträger den Ausbau der erneuerbaren Energien ergänzen. Erdgas, „grünes Gas“ und die bestehende Gasnetzinfrastruktur werden im Energiemix für eine flexible, sichere und CO2-arme Energieerzeugung immer bedeutender. Wichtig ist mir jedoch, dass die Förderung erneuerbarer Energien keine Einschränkung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein bedeutet. Das gilt sowohl für die Drosselung der Energiepreise als auch den Vorrang von Offshore-Windanlagen vor der Produktion von Windkraft an Land. Wichtig ist mir auch, dass die Energie dort genutzt wird, wo sie produziert wird. Darüber hinaus müssen wir Speichertechnologien und -kapazitäten weiterentwickeln, die für die effiziente Kopplung der Sektoren und Energieträger sind. Wir müssen es außerdem schaffen, dass wir als Bundesland, das viel Strom produziert, mehr Gewerbe in Schleswig-Holstein ansiedeln.

 

Saubere Schifffahrt und Häfen

Insbesondere in der Schifffahrt ist in Sachen Klimaschutz noch viel Luft nach oben. Ich setze mich daher für eine stärkere Förderung von klimafreundlichem Flüssigerdgas (LNG) ein. In den Häfen benötigen wir dringend sauberere Luft. Ich mache mich daher dafür stark, dass die Nutzung von Landstrom in Häfen von der EEG-Umlage befreit wird. Außerdem soll für Power-to-Gas eine der zwei zu zahlenden EEG-Umlagen wegfallen. Zudem engagiere ich mich für ein Bundesförderprogramm, das Strom aus Landstromanlagen in Häfen als umweltfreundliche Stromerzeugungsvariante für Fähr- oder Kreuzfahrtschiffe wettbewerbsfähig gegenüber der traditionellen bordseitigen Stromerzeugung durch Dieselmotoren macht.

 

Fracking-Verbot aufrechterhalten

Vor geraumer Zeit wurde auch bei uns das aus den USA bekannte Fracking heiß diskutiert. Die hierbei entstehenden Risiken sind kaum zu überschauen. Deshalb bin ich froh, dass nach über einjähriger Vorbereitung und langen Diskussionen in der Koalition kurz vor der Sommerpause 2016 ein umfangreiches Gesetzespaket zur Fracking-Problematik verabschiedet wurde. Es ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem nachhaltigen Schutz der Natur und des Trinkwassers: denn nun ist unkonventionelles Fracking, einschließlich dem Öl-Fracking, verboten. Hierbei war mir besonders wichtig, dass die neuen gesetzlichen Regelungen auch beim konventionellen Fracking gelten. Wir stehen auch nach der Wahl dafür ein, dass es bei diesem Verbot bleibt. Zudem werden wir die Schutzstandards in der konventionellen Erdgasförderung überprüfen und beständig anpassen.

Seenotrettung: Unsere gemeinsame europäische Verantwortung!

vor dem Informationszentrum

Das Thema Seenotrettung hat leider nicht an Aktualität verloren. Auch heute noch sterben an den europäischen Grenze Menschen. Die Lage im Mittelmeer verdeutlicht den dringenden Handlungsbedarf in der Seenotrettung. Seit 2014 sind über 13.000 Menschen, die vor Krieg, Terror und Verfolgung flüchteten, im Mittelmeer ertrunken oder werden vermisst. Das ist eine humanitäre Katastrophe in erschreckendem Ausmaß. Flüchtlinge in Seenot zu retten, hat daher oberste Priorität. Diese verantwortungsvolle Aufgabe muss solidarisch und in enger Zusammenarbeit von allen EU-Mitgliedstaaten getragen werden.

 

Seenotrettung muss in qualifizierten Händen liegen

Als die Handelsschiffe 2015 behelfsmäßig hunderte Flüchtlinge aus dem Wasser gerettet haben, musste klar sein, dass dies nur die absolute Ausnahme sein kann. Denn die Seeleute der Handelsschiffe sind nicht ausreichend ausgebildet und vorbereitet für solche Rettungsaktionen. Sie stoßen dabei schnell an ihre körperlichen und psychischen Grenzen. Seenotrettung auf hoher See kann nur von qualifizierter Stelle erfolgen.

 

EU-Mission EUNAVFOR MED

Aus diesem Grund haben wir mit der EU-Mission EUNAVFOR MED seit 2015 für einen Ausbau der Seenotrettung gesorgt. Der unschätzbare Einsatz der Marine ist eine wesentliche Voraussetzung für eine Verstetigung der Seenotrettung, damit es keine Fortsetzung der schrecklichen Unglücke der letzten Jahre gibt.

 

Vor Ort selbst ein Bild gemacht über Flüchtlingssituation

Um dieses großartige Engagement zu unterstützen und den Helferinnen und Helfern Danke zu sagen, habe ich 2016 mir auf meiner Reise auf die griechische Insel Lesbos selbst ein Bild von der lokalen Situation gemacht. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ist vor Ort aktiv. Hierbei haben ehrenamtlich Engagierte die Rettungsaktionen im Mittelmeer direkt mit ihrer tatkräftigen Hilfe unterstützt. Konkret halfen sie auf hoher See dabei, Massenpaniken in zum Teil seeuntauglichen Schlauchbooten zu verhindern und eine geordnete Rettung sicherzustellen. Denn nur so kann am besten dafür Sorge getragen werden, dass alle sicher an Bord ankommen. Für mich ist es besonders beeindruckend, mit welcher Leidenschaft, Tatkraft und Besonnenheit die Helferinnen und Helfer diese Herausforderungen tagtäglich gemeistert haben.